Jugendsession 2025 - Thema Klosterviertel
Rückblick Brainstorming – Klosterquartier der Zukunft
In unserem Brainstorming zur Zukunft des Klosterquartiers haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, wie der Raum innen wie aussen so gestaltet werden kann, dass er jungen Menschen, Anwohnenden und der breiten Öffentlichkeit echten Mehrwert bietet. Dabei wurde schnell klar: Das Areal bietet enormes Potenzial – sowohl als Begegnungsort wie auch als Wohn- und Arbeitsraum.
Aussenbereich – Ideen & Schwerpunkte
Die Vision der Jugendlichen: ein lebendiges, offenes Areal, das sich multifunktional nutzen lässt und den Quartiercharakter stärkt.
Zentrale Ideen aus dem Brainstorming:
-
Öffnung des Areals und bessere Anbindung an umliegende Geschäfte
-
Mehr Aufenthaltsqualität: Sitzgelegenheiten, Schatten, Beleuchtung
-
Begegnungszonen ohne Konsumzwang
-
Spiel- und Bewegungsangebote wie Ping-Pong-Tische
-
Gemüsegärten zur gemeinschaftlichen Nutzung
-
Autofreie Bereiche bei den grossen Parkplätzen
-
Zugang zur Tiefgarage (Herrenacker) sicherstellen
-
Das Quartier soll leben – tagsüber wie abends
Innenbereich – Ideen & Schwerpunkte
Im Innenraum liegt der Fokus auf Umnutzung, Durchmischung und einfacher Zugänglichkeit.
Wichtige Inputs:
-
Reduktion der Parkplätze → neue Grünflächen, Raum für Gastronomie
-
Unterirdische Parkmöglichkeiten statt oberirdischer Flächen
-
Outdoor Gym
-
Gewölbekeller als Event-Lokation oder Bandraum
-
Open-Space-Offices in den oberen Etagen
-
Platz für Bildung, kleine Läden und regionale Angebote
-
Mix aus günstigen und vielfältigen Wohnformen
-
Solaranlagen auf Flachdächern
-
Garagen im Norden als Gewerbe- und Startup-Boxen
Die final angenommenen Forderungen
Forderung 1 – „Multifunktionslustig“ (13/13 JA)
Das Areal soll sowohl der Allgemeinheit als auch den Anwohnenden dienen.
Der untere Hof beim Polizeigebäude wird zur Food-Ecke mit wettergeschützten Sitzgelegenheiten und Begegnungsraum — auch ohne Konsumationspflicht.
Der Innenhof beim Gefängnis soll zu einem ruhigen Aufenthaltsbereich werden, dezent beleuchtet und ohne Anwohner zu stören.
Zusätzlich wurde eine Fassadenbegrünungspflicht beschlossen.
Forderung 2 – Raumnutzung (13/13 JA)
Der Durchgang zwischen dem unteren Parkplatz und dem Gefängnis soll geöffnet werden.
Die bestehenden Gebäude werden umgenutzt, u. a. für:
-
Gewölbekeller als mietbare Eventlocation
-
Gewerberäume für Kleingewerbe (Goldschmied, Bauernboxen, Möbelschreiner etc.)
-
Keine grossen Detailhändler (Coop, Migros, Volg), um lokale Betriebe nicht zu verdrängen
-
Open-Office-Spaces in den oberen Etagen, (mit-)finanziert durch die Stadt
-
Arbeits- und Lernplätze für Firmen, Selbständige, Jugendliche, Studierende
Forderung 3 – Bildung im Quartier (13/13 JA)
Neben den Offices soll Raum für Schulen und Weiterbildungsangebote entstehen.
Die Idee:
-
Erweiterungen für Fachhochschulen prüfen
-
BM-Modelle ausbauen (z. B. BM2 Teilzeit)
-
Nachfrage mit Zürich/Thurgau abklären
→ Ein klarer Mehrwert für den Bildungsstandort Schaffhausen.
Forderung 4 – Wohnkonzept (9 JA / 4 Enth.)
Das Wohnangebot soll vielfältig und bezahlbar bleiben.
Beschlossen wurde:
-
Gebäude im Süden um drei Stockwerke erhöhen
-
Dachbegrünung + Solaranlage
-
Keine Alterswohnungen (Umbauaufwand zu hoch, Nutzung nicht passend)
-
Unterirdische Parkplätze für Öffentlichkeit und Anwohnende
-
Einer der Innenhöfe wird privater Rückzugsort für Anwohnende (z. B. Gemüsegärten)
-
50% der Wohnfläche soll Genossenschaftswohnungen werden
Videobeitrag von Topnow: