, Ruh David

Rückblick Demokratie am Rhy 2024

Am Vormittag durften wir als Jugendparlament Schaffhausen zusammen mit dem Erziehungsdepartement eine Session für rund 120 Jugendliche gestalten. In verschiedenen Gruppen setzten sich die Teilnehmenden mit Themen auseinander, die ihren Alltag und ihre Zukunft prägen. Die Bandbreite reichte von Einweg-Vapes über den öffentlichen Verkehr bis hin zu Radikalisierung*, Schule, Klimafragen und Sicherheit im öffentlichen Raum. Die Jugendlichen analysierten Herausforderungen, diskutierten unterschiedliche Sichtweisen und entwickelten gemeinsam konkrete Forderungen.

Aus diesen Arbeitsphasen gingen vier zentrale Anliegen hervor:

  • Verbot von Einweg-Vapes und Verkauf von nachfüllbaren Modellen nur ab 18 Jahren

  • Ausbau der ÖV-Verbindungen am Abend sowie bessere Anbindung der Landgemeinden

  • Stärkere Polizeipräsenz in der Schalterhalle und im Umfeld des Bahnhofs Schaffhausen

  • Ein neues Fach namens SOPA, das Jugendliche für Radikalisierungsprozesse sensibilisiert und präventiv wirkt

*Radikalisierung: Prozess, bei dem Personen zunehmend extreme politische, soziale oder religiöse Überzeugungen übernehmen können, mit möglicher Gewaltbereitschaft (Sicherheitsverbund Schweiz, NAP 2023–2027).

Am Nachmittag wurden diese Anliegen an Fachpersonen aus Schule, Kinder- und Jugendarbeit sowie an lokale Politikerinnen und Politiker weitergegeben. In der anschliessenden Podiumsrunde wurde rege diskutiert, hinterfragt und eingeordnet. Besonders wertvoll war zudem der Input der Fach- und Beratungsstelle Radikalisierung und Extremismus der Schaffhauser Polizei, der wichtige Hintergründe lieferte.

Für uns als Jugendparlament war der Anlass ein eindeutiges Zeichen: Junge Menschen wollen mitreden – und sie bringen klare, fundierte und umsetzbare Ideen mit. Demokratie am Rhy zeigt, wie viel entsteht, wenn Jugendliche ernst genommen werden und echte Mitsprache erhalten. Genau dafür setzen wir uns ein.